EMR, ASCA, OdA & Co. – der Begriffsdschungel in der Gesundheitswelt einfach erklärt 

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EMR, ASCA, OdA & Co. – der Begriffsdschungel in der Gesundheitswelt einfach erklärt 

Sie möchten eine Ausbildung im Gesundheitsbereich starten und plötzlich prasseln Abkürzungen auf Sie ein: EMRASCAOdA AMOdA KTOdA MMOdA ArtecuraSGfB… Klingt auf den ersten Blick kompliziert, ist es aber nicht. Wenn man die Begriffe in die richtige Schublade sortiert. 

Dieser Beitrag dient als Nachschlagewerk und als Entscheidungshilfe, damit Sie schnell einordnen können, was für Sie bei Ihrem Wunschlehrgang wirklich wichtig ist – und welche Abkürzungen Sie getrost ignorieren dürfen. 

Die 3 Ebenen, die fast alles erklären

Stellen Sie sich den Schweizer Bildungs- und Anerkennungsdschungel wie ein System mit drei Ebenen vor. 

  • Anerkennung und mögliche Rückerstattung über die Zusatzversicherung. Hier begegnen Ihnen oft Begriffe wie EMR und ASCA (und je nach Bereich weitere Register/Label). 
  • Eidgenössische Abschlüsse (Tertiärstufe) und Berufsreglementierung. Hier sind OdA AM, OdA KT, OdA MM und OdA ARTECURA zentral. Diese Organisationen tragen Standards – und häufig auch Prüfungswege. 
  • Qualitätsauszeichnung des Bildungsanbieters. Hier taucht zum Beispiel eduQua auf, ein Qualitätslabel für Weiterbildungsanbieter. 

Wenn Sie diese Ebenen trennen, wird vieles sofort klar: Nicht jede Abkürzung ist für jedes Ziel relevant – und nicht alles, was “anerkannt” klingt, meint dasselbe.

Glossar: Die wichtigsten Begriffe kurz & verständlich

EMR – was das in der Praxis bedeutet

Das EMR (ErfahrungsMedizinisches Register) können Sie sich wie ein grosses, strukturiertes Verzeichnis für Therapeut:innen vorstellen. Wer dort registriert ist, weist in der Regel nach, dass Ausbildung, Praxis/Patientenerfahrung und Fortbildung zu bestimmten Anforderungen passen – und dass diese Voraussetzungen regelmässig überprüft werden. Für viele Menschen ist EMR vor allem deshalb relevant, weil es – je nach Methode und je nach Zusatzversicherung – eine wichtige Voraussetzung sein kann, damit Patient:innen überhaupt eine Chance auf eine Kostenbeteiligung haben. Wichtig ist dabei das Wort „kann“: Nicht EMR „bezahlt“, sondern Versicherungen entscheiden je nach Produkt, was sie vergüten. 

ASCA – ähnlich, aber nicht dasselbe

Die ASCA ist ebenfalls eine Stelle, die im Komplementärbereich mit Qualitätskriterien arbeitet – genauer: eine Stiftung, die ein Qualitätslabel vergibt. Auch hier geht es häufig darum, dass Therapeutinnen und Therapeuten über ein anerkanntes Ausbildungs- und Qualitätsprofil verfügen (inkl. Standards wie Ethik und Weiterbildung), das von Zusatzversicherungen berücksichtigt werden kann. ASCA und EMR erfüllen also eine ähnliche Funktion (Transparenz/Qualitätsnachweis), sind aber nicht einfach austauschbar, weil sie unterschiedliche Anforderungen/Prozesse haben und Versicherungen diese Labels/Registrierungen teils unterschiedlich berücksichtigen können. 

„Krankenkassenanerkennung“ – das Wort, das am meisten verwirrt

Viele sagen „krankenkassenanerkannt“ und meinen damit: Patient:innen können etwas zurückfordern. In der Realität ist es differenzierter. Meist geht es um die Zusatzversicherung, und dort gelten je nach Versicherung, Produkt und Methode andere Bedingungen. 

Für Ihre Ausbildungsplanung hat das ganz konkrete Konsequenzen: Wenn Ihr Ziel ist, möglichst rasch mit einem Angebot zu starten, das Patient:innen (je nach Zusatzversicherung) teilweise rückerstattet bekommen können, müssen Sie früh prüfen, welche Anerkennungslogik in Ihrem Bereich überhaupt relevant ist: Registrierungsstellen wie EMR/ASCA, methodenspezifische Anforderungen, Umfang der Ausbildung, Praxisanteile, Fortbildungspflichten. Wenn Sie das zu spät anschauen, passiert oft Folgendes: Man ist fachlich gut ausgebildet, merkt aber erst danach, dass für die gewünschte Positionierung am Markt noch ein entscheidender Schritt fehlt (z. B. zusätzliche Module, Praxisnachweise oder formale Kriterien). 

Umgekehrt gilt: Wenn Ihr Ziel ein eidgenössischer Abschluss ist, bringt es wenig, primär in “Krankenkassen-Anerkennung” zu denken – dann zählen vor allem Zulassungsbedingungen, Prüfungssysteme und der rote Faden bis zum Abschluss. Deshalb lohnt sich vor dem Start die Frage: Wollen Sie eher Rückerstattungsfähigkeit im Zusatzversicherungs-Kontext, einen eidgenössischen Abschluss, oder eine strategische Kombination? 

OdA – wofür diese Organisationen da sind

OdA steht für Organisation der Arbeitswelt. Das sind Branchenorganisationen, die in der Schweiz bei der Ausgestaltung von Berufsbildern, Qualitätsstandards und vor allem bei Prüfungswegen der höheren Berufsbildung eine zentrale Rolle spielen. Wenn es um „eidgenössisch“ geht, taucht fast immer irgendwo eine OdA auf – weil sie (je nach Bereich) Prüfungen trägt, mitentwickelt oder organisiert. 

OdA AM – Alternativmedizin Schweiz

Die OdA AM ist die Branchenorganisation für die nichtärztliche Alternativmedizin in der Schweiz. Sie sorgt dafür, dass es für diesen Bereich klare Berufsprofile, Standards und Prüfungswege gibt – also den Rahmen dafür, wie man zu einem eidgenössisch anerkannten Abschluss kommt. 

Wichtig für die Einordnung: OdA AM steht vor allem für Ausbildungs- und Prüfungsstruktur (der „offizielle Weg“ im Beruf) – und nicht in erster Linie für die Frage, ob eine Behandlung später über die Zusatzversicherung rückerstattet wird. 

OdA KT – KomplementärTherapie

Die OdA KT gehört in denselben „eidgenössischen“ Kontext, aber für die KomplementärTherapie. Hier hört man oft zusätzlich den Begriff Branchenzertifikat. Das ist kein Marketing-Zertifikat, sondern vereinfacht gesagt ein brancheninterner Qualifikationsschritt, der häufig als Grundlage dient, um später den nächsten grossen Schritt zu machen (z. B. in Richtung Höhere Fachprüfung). Das klingt nach Bürokratie, ist aber im Grunde nur eine saubere Etappierung: erst solide Praxis/Kompetenz nachweisen, dann die höhere Qualifikation. 

OdA MM – Medizinische Massage

Die OdA MM ist die relevante Branchenorganisation, wenn es um Medizinische Massage und den Weg zu einem eidgenössischen Abschluss in diesem Bereich geht. Sobald Sie Begriffe wie „eidg. Fachausweis“ hören, sind Sie typischerweise in genau dieser Logik: klar definierte Anforderungen, klar definierte Prüfung, klar definierter Abschluss. 

Artecura – wenn es um künstlerisch-therapeutische Methoden geht

Artecura begegnet Ihnen vor allem dort, wo Therapien mit künstlerischen Medien (z. B. kunsttherapeutische Richtungen) im Fokus stehen. Auch hier gilt: Es geht weniger um „eine Versicherung zahlt“, sondern um Berufsbild, Qualitätsverständnis und (je nach Weg) Prüfungs-/Anerkennungslogik innerhalb des Feldes. 

SGfB – Psychosoziale Beratung im professionellen Rahmen

Die SGfB (Schweizerische Gesellschaft für Beratung) ist im psychosozialen Bereich eine zentrale Referenz, wenn es um Professionalität, Standards und Qualifikationswege geht. In der Praxis hilft Ihnen diese Abkürzung vor allem beim Einordnen: Bewege ich mich in Richtung eines strukturierten, anerkannten Berufswegs im Beratungsfeld – oder eher in einem freien Weiterbildungsmarkt? SGfB ist hier für viele genau dieses „Ordnungsprinzip“. 

SBFI – die Bundesebene im Hintergrund

Wenn irgendwo „eidgenössisch“, „Höhere Fachprüfung“ oder „Fachausweis“ im Raum steht, spielt das SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) als Bundesstelle im Hintergrund eine Rolle. Sie müssen dafür kein Gesetzestext-Profi sein. Merken Sie sich nur: SBFI steht für den staatlich geregelten Rahmen der höheren Berufsbildung. 

BP, HFP, eidg. Fachausweis, eidg. Diplom – was ist der Unterschied?

Diese Begriffe beschreiben vor allem die Stufe Ihres Abschlusses in der höheren Berufsbildung. Die Berufsprüfung (BP) ist meist der Schritt zur klaren Fachqualifikation und führt typischerweise zum eidg. Fachausweis. Die Höhere Fachprüfung (HFP) ist die nächste Stufe, baut stärker auf vertiefter Praxis und Verantwortung auf und führt zum eidg. Diplom. 

Für Ihre Planung heisst das: Je nachdem, ob Sie eher zügig in eine solide Fachrolle einsteigen oder langfristig die höchste Stufe im Berufsbild anstreben, wählen Sie einen anderen Weg – mit entsprechend anderen Voraussetzungen (z. B. Praxisnachweise) und einer anderen Ausbildungsstrecke. 

eduQua – nicht „welcher Beruf“, sondern „wie verlässlich ist der Anbieter“

eduQua ist ein Qualitätslabel für Weiterbildungsanbieter. Es sagt nicht: „Damit bekommen Sie automatisch Anerkennung X oder Y.“ Es sagt eher: „Dieser Anbieter arbeitet nach überprüfbaren Qualitätsstandards.“ Gerade wenn man neu in der Branche ist, kann das eine hilfreiche Orientierung sein – als Qualitäts-Check, nicht als Berufsabschluss. 

Die einfachste Merkhilfe ohne Abkürzungsstress

  • EMR/ASCA helfen oft beim Thema Zusatzversicherung  
  • OdA/ BP/ HFP erklären den Weg zu eidgenössischen Abschlüssen  
  • eduQua beschreibt die Qualitätsarbeit einer Schule. 

Und genau daraus ergibt sich die entscheidende Frage für Ihre Studienwahl: Wollen Sie primär schnell in die Praxis starten, gezielt auf einen eidgenössischen Abschluss hinarbeiten oder beides strategisch kombinieren? 

Wenn Sie schnell Klarheit wollen: Wir ordnen es mit Ihnen ein

Der Begriffsdschungel wird erst dann wirklich übersichtlich, wenn man ihn auf Ihren Wunschlehrgang herunterbricht: Welche Anerkennungen sind realistisch und sinnvoll? Welche Schritte sind nötig und welche sind optional? Und welcher Weg bringt Sie ohne Umwege zum Ziel? 

Lassen Sie sich von uns persönlich beraten, wie es für Ihren gewünschten Prävensana-Lehrgang konkret aussieht – damit Sie schnell und sicher die richtige Entscheidung treffen. 

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